Breakdown

Die Mittschnitte der Live -Tutorials findet ihr ab sofort hier.

Corona treibt uns ins Internet, macht aus Theaterschaffenden Streamer*innen und aus Künstler*innen Content Creator*innen.

Mit unserer Programmreihe „BREAKDOWN“ ermöglichen wir in Live-Tutorials Austausch und Wissenstransfer, um neue Communities des Digitalen zu bilden: Communities, die sich nicht über den Besuch repräsentativer Bauten, sondern über ein geteiltes Wissen definieren. Communities, die sowohl Creator*innen, Künstler*innen und Digital Natives umfassen. Menschen, die, statt zu applaudieren, lieber liken und sharen, gemeinsam einem “Twitch” Stream folgen, Code tauschen oder einfach nur chatten.

Dafür laden wir Gäste aus Medienkunst, Gamedesign und performativer Kunst ein, die Black Box ihrer Arbeit zu öffnen. Anhand von jeweils einem konkreten Beispiel werden digitale Tools, Methoden für Workflow und Design Ziele offengelegt, Herausforderungen und Inspirationen geteilt. An der Schnittstelle von Tutorial, Showcase und Q&A ermöglicht BREAKDOWN niedrigschwellige Zugänge zu digitaler Kunst und stößt neue Synergien zwischen Netzwerken aus Kultur und Technologie an.

BREAKDOWN #3

09.09.2021, 17:00 – 19:00, online via Zoom

Mit: Mathilde Hoffmann, Sarah Buser und Sebastian Schlemminger und Alpha Kartsaki (PRAGMATA)

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter:

anmeldung[at]outofthebox-now.de

Tutorials und Gäste von BREAKDOWN #3

In dem Tutorial der Sounddesignerin und Komponistin Mathilde Hoffmann lernen wir die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit der Soundebene in Games kennen. In ihrem Breakdown wird Mathilde einen kleinen Einblick in ihren Workflow geben und zeigen, wie Musik mit Sounddesign-Kniffen lebendig gemacht werden kann, aber auch, wie technische Mittel dabei helfen können, dass Soundeffekte und Musik miteinander verschmelzen. Dafür wird sie die Tools REAPER und FMOD zeigen.

Die Künstlerin Sarah Buser erarbeitet mit uns in ihrem Tutorial die Grundlagen für locationbased Augmented Reality. In einem Unity 3D Projekt zeigt und erörtert Sarah die einzelnen Schritte um Inhalte (Audio, Video, 3D Modelle, etc.) an spezifischen Orten der Welt zu platzieren und somit vor Ort erfahrbar zu machen.

Sebastian Schlemminger und Alpha Kartsaki (PRAGMATA) verbinden in ihren künstlerischen Arbeiten Objekttheater mit elektronischen Animierungsverfahren und Musik. In ihrem Tutorial vermitteln sie, wie sie mit Max/MSP und Ableton Live Sound, Medien und Objekte in einem automatischen Theaterraum verschalten.

(c) Ricardo Gehn

BREAKDOWN #2

25.6.2021, 20:15 – 22:00 , online via Zoom im Rahmen des #lichthof_lab

Mit: Grit Schuster, Gloria Schulz, Daniel Wessolek und Thomas Miebach von Dialog Starter, sowie Sara Reichert vom CityLAB Berlin.

Anmeldung unter: lab@lichthof-theater.de

Die Veranstaltung findet per Zoom statt. Die Tutorials der Programmreihe werden aufgezeichnet und im Sommer 2021 zum Nach- und Wiederschauen zur Verfügung gestellt.

Tutorials und Gäste von BREAKDOWN #2

Live Tutorial: How to dance your visuals 

In diesem Tutorial erklärt uns Grit Schuster, wie sie ein ausgedientes USB-Eingabegerät mit Sensoren zur Steuerung von Visuals über Unity umfunktioniert. Die umgesetzte Installation mündet in einer einladenden Multi-User-Performance: Wir tanzen, wir buzzern und es blinkt!

Grit Schuster ist eine in Berlin tätige Künstlerin und Designerin, die in den Bereichen Video auf der Bühne, interaktive Installation und in der Games-Branche arbeitet. Sie kooperiert mit Theatergruppen wie Rimini Protokoll oder Anna Kpok, um Videoinhalte und interaktive Formate umzusetzen. Darunter finden sich Augmented Reality, Video Tracking oder ein multifunktionaler Automat auf Mikrocontroller-Basis. In ihren Performances und Installationen experimentiert sie gern mit Elektronik und kombiniert generative Gestaltung mit traditioneller Animation. gritschuster.de

Live Tutorial: How to dissolve the solitude in VR?

In diesem Tutorial vermittelt Gloria Schulz anhand eines Prototypens, wie kongruente Welten für mehrere Menschen gleichzeitig zugänglich gemacht werden können. Dabei verwebt sie Reenactment Strategien, Open World Ansätze mit live Publikum, Schauspiel und mobile VR Brillen. Sie zeigt uns, wie Coding, World Design und Theater in Unity und vvvv zusammen kommen.

Gloria Schulz ist Digital Artist aus Hamburg. Sie ist Gründungsmitglied des Kollektivs »Blutende Freischwimmer*innen«, fühlt sich in grauen Fenstern am Wohlsten und erforscht als visuelle Hackerin immersive Illusionsräume. In ihren Arbeiten als Creative Coderin und Performerin verwebt sie u.a. Motion Capture Technologien und Algorithmen mit performativen Elementen. Als Fellow an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund hat sie die singuläre Erfahrung in virtuellen Welten überwunden und erweitert, sowohl technisch als auch narrativ. Zusammen mit dem »NODE Forum for Digital Arts« und dem »studioNaxos« konzipierte sie den kollektiven virtuellen Raum »GreenHouse NAXOS«.

Live Tutorial: Tip-Toi Hacking, Image Generation, and Body Storming

Kann ein Hörstift für taube Menschen taugen? Das Team der Dialogstarter hat da mal was gebastelt: In ihrem Live Tutorial augmentieren sie mit uns bestehende Bilderbücher mit digitalen Illustrationen. Die Teilnehmenden zeichnen etwas und sie verwandeln es gemeinsam in Code. Zuerst werden die Resultate getestet und in Bewegung gebracht, anschließend der ganze Körper der Teilnehmer:innen.

Das Projekt Dialogstarter entwickelt in gemeinsamen Co-Design Prozessen Ansätze und Objekte, die sich in spielerischer Weise mit dem Zusammenkommen unterschiedlicher Sprachkulturen beschäftigen. dialogstarter.de

Thomas Miebach ist Interfacedesigner, wohnt in Berlin und gebärdet muttersprachlich. Wie lässt sich bessere und breitere Teilhabe an Kulturveranstaltungen erreichen und Gebärdensprache als Schulwahlfach etablieren?  

Sara Reichert ist Ingenieurin. Sie leitet die Werkstatt im CityLAB, einem Projekt der Technologiestiftung Berlin. Wie lassen sich Menschen für Hands-on Prototyping begeistern? citylab-berlin.org

Dr. Daniel Wessolek ist Interaktionsdesigner und freier Wissenschaftler. Wie lässt sich Open Source Hardware zum Mainstream machen? danielwessolek.com

Die Mittschnitte der Live -Tutorials findet ihr ab sofort hier.

(c) Ricardo Gehn

BREAKDOWN #1

Bei der ersten Ausgabe am 22.5.2021 waren Lena Biresch, Gilda Coustier und VERAVOEGELIN (Anna Vera Kelle und Leoni Voegelin) unsere Gäste.

In dem Live Tutorial von Lena Biresch ging es darum, wie in einem kooperativen Game verschiedene Ausgaben für unterschiedliche Devices wie eine VR Brille und eine Hologrammpyramide implementiert und gesteuert werden können. Gilda Coustier teilte mit uns ihre Erfahrungen mit Arduinos und Roboterschwärmen im Theater. Und von VERAVOEGELIN lernten wir, wie man mithilfe eines selbstgebauten Atemsensors die Erfahrung von Körpern im Raum erweitern kann.

Die Tutorials der Programmreihe wurden aufgezeichnet und werden bald zum Nach- und Wiederschauen zur Verfügung gestellt.

Konzept und Produktion: OutOfTheBox (Susanne Schuster und Ricardo Gehn).

Gäste von BREAKDOWN #1

Lena Biresch kommt ursprünglich aus dem Theaterbereich, wo sie als Regieassistentin, Stückautorin und Regisseurin tätig war. Seit 2016 beschäftigt sie sich verstärkt mit den neuen immersiven Medien, was 2018 in eine Ausbildung zur Spieleprogrammiererin mündete. Seither arbeitet sie als freie Gamedesignerin an der Schnittstelle von Virtual Reality, Games und Theater. 2020 war sie Stipendiatin an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund und 2021 wird sie eine Forschungsresidenz an der Schaubude Berlin wahrnehmen. In ihren Arbeiten verhandelt sie verschiedene Realitäten und untersucht, wie interaktives und dreidimensionales Theater sowie digitales Storytelling funktionieren können. www.lenabiresch.de

Gilda Coustier ist  Regisseur*in/Spieler*in/Ausstatter*in. Nach der Ausbildung am „Théâtre aux mains nues“ in Paris, studierte Gilda bis 2014 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin zeitgenössische Puppenspielkunst. Seitdem realisiert Gilda zusammen mit manufaktor freie Theaterarbeiten, die u.a. digitale Technologien mit Figuren- und Objekttheater verknüpfen und queerfeministische Robotopien entwerfen, zuletzt in „Pinocchio 2.0“ oder „1/0/1 robots – hacking the binary code“. Darüber hinaus beschäftigt sich Gilda mit Animatronics, Programmierung und Robotik. Durch Kollaborationen mit dem Chaos Computer Club, Xhain oder dem Mz* Baltazar’s Lab konnte Gilda die Geek Thematik und Maker*in Vibe in ihre Arbeit einbinden. www.manufaktor.eu

VERAVOEGELIN ist eine Zusammenarbeit zwischen Leoni Voegelin und Anna Vera Kelle. Seit 2019 entwickeln sie gemeinsam Projekte an der Schnittstelle von Theater und Digitalen Medien. Sie bauen Versuchsanordnungen komplexer Systeme, die es ermöglichen Handlungsräume menschlicher und nicht-menschlicher Akteure spekulativ zu erforschen. Dabei bedienen sie sich performativer Strategien und Digitaler Medien und scheuen sich nicht neue Verbindungen herzustellen.

Anna Vera Kelle arbeitet seit 2014 als freie Regisseurin unter anderem am Neuen Theater Halle, Schauspiel Hannover, Staatstheater Kassel und Theater Strahl Berlin. Von 2018 – 2020 hat sie im Masterstudiengang Spiel und Objekt an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin das theatrale Potenzial digitaler Technologien erforscht. www.annaverakelle.de

Leoni Voegelin hat Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Basel, im Masterstudiengang Spiel und Objekt der HfS Ernst Busch Berlin studiert. In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung untersucht sie das Zusammenwirken von Gedankenwelten und -konzepten und physischer Hardware um spekulative Objekte der Zukunft mittels Physical Computing zu entwerfen. www.leonivoegelin.com

Die Mittschnitte der Live -Tutorials findet ihr ab sofort hier.

In Kooperation mit der Schaubude Berlin , dem Pathos Theater München , dem Lichthof Theater Hamburg, dem WUK performing arts Wien, CityLAB Berlin und dem LOT Theater Braunschweig.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.